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Pensionszusage - Arbeitnehmer: Funktion und Leistung der Pensionszusage

Eine Pensionszusage liegt vor, wenn sich Ihr Arbeitgeber verpflichtet, bei Eintritt des Versorgungsfalls die versprochene Versorgungsleistung an Sie als Arbeitnehmer unmittelbar aus dem Unternehmensvermögen zu zahlen. Somit erhalten Sie im Leistungsfall einen direkten Anspruch an das Unternehmen zur Erbringung der Leistung.
 

Besonders geeignet für
  • Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte mit hohem Einkommen
  • Unternehmen, welche die Rückstellungsbildung zur Innenfinanzierung nutzen wollen
  • Flexible Zusagen, z.B. Einmalaufwendungen in nahezu beliebiger Höhe
  • Ob und in wieweit Ihr Arbeitgeber für die zugesagten Leistungen der Pensionszusage eine Rückdeckung vornimmt, bleibt ihm überlassen. Denkbar ist jede Form der Rückdeckung. Durch eine Rückdeckungsversicherung bzw. kapitalbildende Lebensversicherung kann sich das Unternehmen gegen wirtschaftliche Risiken aus Versorgungszusagen absichern. Das Bezugsrecht hinsichtlich der Leistung steht Ihrem Arbeitgeber zu. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Ihr Arbeitgeber die Rückdeckungsversicherung für den Fall einer Insolvenz an Sie verpfändet. In diesem Fall wird die Versicherung an Sie ausbezahlt.

    Eine Mischung verschiedener Anlageklassen (Aktien, Rentenwerte, Private Equity, Immobilien etc.) erscheint zur Rückdeckung äußerst sinnvoll, zumal die biometrischen Risiken wie Hinterbliebenenversorgung und Berufsunfähigkeitsrente mit separaten Versicherungen abgesichert werden können.

    Wenn die laufende Steuerersparnis, die sich aus der Rückstellungsbildung ergibt, z.B. mit einer Rendite aus 7% nach Steuern angelegt wird, kann eine Pensionszusage in etwa kostenneutral ausfinanziert werden und ist damit wirtschaftlich attraktiver als andere Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung.

    Unabhängig von der Tatsache, ob Ihr Arbeitgeber für die zugesagten Leistungen eine Rückdeckung vornimmt oder nicht, ist die Versorgung durch eine Pensionszusage durch eine gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzsicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) in Köln sicherungspflichtig. Hierfür zahlt Ihr Arbeitgeber einen jährlichen Beitrag an den PSVaG. Der Beitragssatz wird jährlich vom PSVaG festgesetzt und betrug im Jahr 2004 3,6 Promille. Der PSVaG übernimmt dann im Fall einer Insolvenz Ihres Arbeitgebers die Zahlung der versprochenen Versorgungsleistung aus der Pensionszusage.

    Für Sie als Arbeitnehmer ergeben sich während der Ansparphase keine steuerlichen Folgen, da die Zuführungen des Arbeitgebers zu den Pensionsrückstellungen nicht dem Arbeitslohn zuzurechnen sind. Erst im Versorgungsfall, also erst wenn Sie die Versorgungsleistung erhalten, müssen Sie diese mit Ihrem dann geltenden persönlichen Steuersatz voll versteuern. Man spricht hier von der so genannten nachgelagerten Besteuerung.

    Von der Versorgungsleistung ist, sofern Sie das 63. Lebensjahr vollendet haben, im Kalenderjahr ein Teilbetrag von 40%, höchstens jedoch 3.072 €, steuerfrei. Dieser Versorgungsfreibetrag wird ab dem Jahr 2005 bis zum Jahr 2040 sukzessive auf Null reduziert. Ab dem 1.1.2005 beträgt der Arbeitnehmer-Pauschbetrag 102 €. Im Jahr 2004 betrug dieser noch 972 €. Als Ausgleich dafür wird ein Zuschlag von 900 € auf den Versorgungsfreibetrag gewährt, der sich aber ebenfalls bis zum Jahr 2040 auf Null reduziert.

    Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen keine Pensionszusage zusätzlich zu Ihrem Gehalt zahlen möchte, machen Sie doch von Ihrem Recht der Gehalts- bzw. Entgeltumwandlung Gebrauch. Als Arbeitnehmer können Sie Ihre Gehaltbestandteile bis maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten sozialversicherungfrei und steuerfrei zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung umzuwandeln. Das sind zurzeit 2.472 € pro Jahr. Die Sozialversicherungsfreiheit ist nach derzeitigem Stand befristet bis zum 31.12.2008.

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