Deutschland Versicherung

Unterstützungskasse aus Arbeitnehmersicht

Ihr Arbeitgeber kann die Erfüllung Ihres Versorgungsversprechens auch durch eine Unterstützungskasse realisieren. Die Unterstützungskasse ist eine mit Sondervermögen ausgestattete, rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die auf ihre Leistungen keinen Rechtsanspruch gewährt. Aufgabe der Unterstützungskasse ist es, die Zuwendungen Ihres Arbeitgebers zu verwalten und Ihnen bei Eintritt des Versorgungsfalles die Versorgungsleistung auszuzahlen.
 

Beitragshöchstgrenzen gibt es nicht. Sie können in beliebiger Höhe Arbeitslohn durch Gehaltsumwandlung der Besteuerung entziehen und somit im großen Maß für das Alter vorsorgen.

Unterstützungskasse - Arbeitnehmer: Funktion der Unterstützungskasse

Die Unterstützungskasse ist eine mit Sondervermögen ausgestattete rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung in Form einer GmbH oder eines eingetragenen Vereins. Vorteil der Unterstützungskasse ist, dass sie nicht der Versicherungsaufsicht unterliegt und somit ihr Geld frei am Kapitalmarkt anlegen kann. Das birgt gleichzeitig Chancen und Risiken. Aus diesem Grund gewährt sie Ihnen keinen Rechtsanspruch auf die Leistung. Ihr Arbeitgeber muss deshalb die versprochene Versorgungsleistung über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) sicherstellen, der Ihnen im Falle der Insolvenz Ihres Arbeitgebers die Leistungen auszahlt.

Die Unterstützungskasse kann sich - wie auch bei der Pensionszusage - durch eine Rückdeckung gegen wirtschaftliche Risiken absichern. Die von Ihrem Arbeitgeber geleisteten Zuwendungen leitet die Unterstützungskasse an einen Versicherer weiter und überträgt somit das Risiko auf den Versicherer. In diesem Fall spricht man von einer rückgedeckten Unterstützungskasse. Rechtsbeziehungen bestehen dann zwischen der Unterstützungskasse und dem Versicherer, Sie sind als Arbeitnehmer lediglich versicherte Person.

Genau wie bei der Direktversicherung gewährt die Unterstützungskasse Ihnen Leistungen wegen Erreichens der Altersgrenze, wegen Invalidität und Tod. Diese können Sie als lebenslange Rente oder Einmal- bzw. Mehrfachkapitalzahlung erhalten.

Die Unterstützungskasse bietet Ihnen - wie auch die Pensionszusage - die Möglichkeit, während Ihres aktiven Arbeitslebens in beliebiger Höhe Arbeitslohn durch Gehaltsumwandlung der Besteuerung zu entziehen und stattdessen die späteren Versorgungsleistungen zu versteuern. Jedoch werden Entgeltumwandlungen weniger flexibel gehandhabt als bei der Pensionszusage. Sie müssen sich zu einem laufenden Gehaltsverzicht mit gleich bleibenden oder steigenden Beiträgen verpflichten. Beitragshöchstgrenzen, wie z.B. bei der Direktversicherung oder beim Pensionsfonds, gibt es hier nicht. Beiträge in Höhe bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sind voraussichtlich bis Ende 2008 sozialabgabenfrei, arbeitgeberfinanzierte Beiträge auch darüber hinaus.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Unbegrenzter und flexible Gehaltsumwandlung
Insolvenzschutz durch Pensions-Sicherungs-Verein
Steuervorteil durch vermindertes Bruttoeinkommen
Mitnahmemöglichkeit bei Arbeitgeberwechsel

Nachteile für den Arbeitnehmer

Leistungsbeschränkung Keine Riester-Förderung