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Pensionsfonds aus Arbeitgebersicht

Seit dem 1. Januar 2002 können Sie Ihr Versorgungsversprechen gegenüber Ihrem Arbeitnehmer auch durch einen Pensionsfonds erfüllen. Der Pensionsfonds als rechtsfähige Versorgungseinrichtung hat die Form einer Aktiengesellschaft oder eines Pensionsfondsvereins auf Gegenseitigkeit. Die Beiträge an den Pensionsfonds sind als Betriebsausgabe abzugsfähig und mindern somit Ihren steuerpflichtigen Gewinn. Die Funktion des Pensionsfonds wird im Folgenden dargestellt:
 

Pensionsfonds - Arbeitgeber: Die Funktion der Pensionsfonds

Besonders geeignet für
  • Auslagerung von Pensionsverpflichtungen (Pensionsrückstellungen)
  • große Unternehmen als betrieblichen Pensionsfonds
  • höhere Renditechancen
  • Der Durchführungsweg über den Pensionsfonds ist relativ neu. Ihn gibt es erst seit dem 01.01.2002. Der Pensionsfonds ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung in Form einer Aktiengesellschaft oder eines Pensionsfondsvereins auf Gegenseitigkeit. Als Arbeitgeber zahlen Sie Beiträge in den Pensionsfonds ein, die Sie als Betriebsausgabe wieder abziehen können und mindern somit Ihren steuerpflichtigen Gewinn. Das Pensionsfondsvermögen ist nicht Ihrem Unternehmensvermögen zuzurechnen und muss nicht in der Bilanz erfasst werden.

    Bei einem Pensionsfonds erwirbt Ihr Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch gegen den Pensionsfonds auf Zahlung der versprochenen Leistung. Aufsichtsrechtlich unterliegt er, wie z.B. auch die Direktversicherung und die Pensionskasse, der Versicherungsaufsicht durch das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BaFin).

    hr Arbeitnehmer kann auch selbständig Teile seines Lohnes als Gehaltsumwandlung einzahlen. Die Beiträge sind - wie z.B. bei der Pensionskasse - bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei und bis 2008 sozialabgabenfrei. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge bleiben auch nach 2008 noch sozialabgabenfrei. Für Zusagen ab dem 01.01.2005 kann auch ein zusätzlicher steuerfreier Betrag in Höhe von 1.800 € pro Jahr gemäߧ 3 Nr. 63 EStG in Anspruch genommen werden. Weil die Einzahlungen steuerfrei sind, muss Ihr Arbeitnehmer seine Auszahlung erst im Rentenalter versteuern.

    Pensionsfonds können laut Gesetz Altersleistungen nur in Form einer lebenslangen Altersrente oder Auszahlungspläne mit unmittelbar anschließender Restverrentung erbringen. Es besteht die Möglichkeit zur Abdeckung des Invaliditäts- und Hinterbliebenenrisikos. Der Pensionsfonds gewährt einen Rechtsanspruch auf künftige Leistungen, wobei jedoch die konkrete Höhe von der Performance des Fonds abhängt. Die spätere Versorgungsleistung ist sehr stark von der erzielten Rendite des Pensionsfonds abhängig.

    Ihnen als Arbeitgeber bietet der Pensionsfonds die Möglichkeit einer effizienteren Kapitalanlage, gleichwohl aber auch das erhöhte Risiko einer Unterdeckung. Sollte die Performance des Fonds nicht zur Zahlung der Versorgungsleistung ausreichen, müssen Sie als Arbeitgeber der Verpflichtung nachkommen. Das Versorgungsrisiko liegt hier also bei Ihnen. Für den Fall, dass Sie dieser Verpflichtung nicht nachkommen können, tritt der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) ein. Deshalb müssen Sie bei diesem Durchführungsweg Beiträge an den PSVaG entrichten.

    Vorteile für den Arbeitgeber

    • Geringer Verwaltungsaufwand
    • Kein Bilanzausweis der Versorgungsverpflichtung
    • Beiträge als Betriebsausgaben abzugsfähig
    • Höhere Renditechancen

    Nachteile für den Arbeitgeber

    • Insolvenzsicherungspflicht durch Pensions-Sicherungs-Verein
    • Versorgungsrisiko durch Nachschusspflicht bei Unterdeckung