Deutschland Versicherung

Pensionskasse aus Arbeitnehmersicht

Die Pensionskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, die in der Form der Aktiengesellschaft oder des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit errichtet wird. Sie gewährt Ihnen oder Ihren Hinterbliebenen auf die Leistungen einen Rechtsanspruch. Sie ähnelt dem Durchführungsweg der Direktversicherung.
 

Die Funktion der Pensionskasse

Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die in Form einer Aktiengesellschaft oder des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit errichtet wird. Sie gewährt Ihnen einen Rechtsanspruch auf ihre Leistungen. Die Pensionskasse ist quasi ein Versicherungsunternehmen, das der Versicherungsaufsicht unterliegt und ähnelt somit dem Durchführungsweg der Direktversicherung.

Ihr Arbeitgeber schließt einen Versicherungsvertrag mit einer Pensionskasse und zahlt für Sie Versicherungsbeiträge ein. Sie haben einen direkten Versorgungsanspruch an die Pensionskasse und nicht an Ihren Arbeitgeber. Im Versorgungsfall zahlt Ihnen die Pensionskasse die vereinbarten Leistungen. Leistungen sind als laufende Renten wegen Erreichens der Altergrenze, wegen Invalidität oder Tod als Hinterbliebenenrente möglich, können jedoch auch als Einmalkapitalzahlung abgefunden werden.

Die eingezahlten Beiträge sind nach § 3 Nr. 63 EStG zunächst steuerfrei, sofern sie im Jahr insgesamt 4%der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht übersteigen und bei der eine Auszahlung als Rente oder als Auszahlungsplan vorgesehen ist. Das ist im Jahr ein Betrag von € 2.496, im Monat sind das € 208. Darüber hinaus gehende Beiträge sind nach den allgemeinen Grundsätzen sofort steuer- und sozialabgabenpflichtig. Die so genannte nachgelagerte Besteuerung findet erst bei Ihnen im Rentenalter statt.

Will Ihnen Ihr Arbeitgeber zusätzlich zu Ihrem Lohn keine Beiträge in eine Pensionskasse zahlen, dann können Sie durch Umwandlung Ihres Brutto-Lohnes selbst Beiträge einzahlen. Dabei sind die Beiträge aus Entgeltumwandlung auch bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei, jedoch voraussichtlich nur bis Ende 2008 sozialversicherungsfrei.

Neu ab 2005: Die Gewährung steuerfreier Beiträge bei Zusagen ab dem 01.01.2005 um einen Festbetrag von € 1.800 pro Jahr, der jedoch sozialversicherungspflichtig ist. Hierdurch profitieren Sie insbesondere durch einen höheren Absicherungsbetrag.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Möglichkeit der Entgeltumwandlung
Steuerliche Fördermöglichkeiten
Private Weiterführung nach Ausscheiden möglich
Flexible Beitragszahlung, sofern der Arbeitgeber eine entsprechende Kasse anbietet

Nachteile für den Arbeitnehmer

Einschränkung der Leistungshöhe Geringe Renditechancen